Bürgermeisterkandidat

Baunatal –Das Erbe, wer kann „Manfred Schaub“?

Manfred Schaub hinterlässt ein besonderes politisches Erbe. Es ist eine moral-politische Führung, die parteienübergreifend ein Vertrauen über den höchstmöglichen Konsens und Kompromiss geschaffen hat. Er konfrontierte nicht Mehrheit und Opposition, sondern er schloss beide Lager im Kompromiss zusammen. Für ihn gab es nur „Baunataler“ und deshalb hörte er immer auch die „andere Meinung“.

Dazu gehört Ehrlichkeit gegen sich selbst, ein realitätsbasiertes Verständnis für Zukunftsrisiken und Chancen, Stärke, Souveränität und Persönlichkeit.

Den Wohlstand Baunatals betrachtete er stets auch als Risiko, weil dieser eine, fast selbstverständliche, Gewohnheit für unsere Bürgerinnen und Bürger darstellt. Zeiten des Wachstums waren für Manfred Schaub Zeiten des vorsorglichen Denken und Handelns. Eine Änderung des selbstverständlichen Wohlstands würde immer spürbare Einschnitte in der Erwartungshaltung „Baunatal ist reich“ aller Bürger nach sich ziehen. Manfred Schaub steht für Politik mit Bedacht und dem ständigen Blick auf die Gefahr der Veränderung des Wohlstands. Nichts muss immer so bleiben, denn die negativen Veränderungen liegen nur teilweise in unserer Hand. Manfred Schaub hat den Wohlstand nicht als  seinen persönlichen Verdienst oder als Resultat seiner Parteimehrheit in der Stadtführung instrumentalisiert und den Bürgern verkauft, dazu war ihm die Vergänglichkeit zu sehr bewusst, sondern er hat ihn als sorgsam zu hütenden Schatz gesehen, der nur mit einer parteiübergreifenden Geschlossenheit bewacht werden konnte. Diese Geschlossenheit garantierte uns die Reduzierung des Risikos bei allen Entscheidungen und den Ausschluss von Übermut, Begehrlichkeiten und Ungerechtigkeiten in der Nutzung des Schatzes „Wohlstand“.

Deshalb war Manfred Schaub der Mann, dem Wir als Bürgermeister in Baunatal vertrauten. Man musste deshalb nicht fragen und zweifeln, weil man sich darauf verlassen konnte, Manfred Schaub würde so das Richtige für Baunatal tun. Seine Politik war immer glaubwürdig, weil er Politik so lebte, wie er sie ehrlich dachte, auch immer jedem erklären konnte und sie erfolgreich umsetzte. Er war leise, weil er keine starken Sprüche brauchte. So ist Baunatal heute, wie es Manfred Schaub mit politischer Geschlossenheit geschaffen hat. Er hat sich immer nur als einen Teil der Bürgergemeinschaft in Baunatal gesehen, deshalb kam seine Stärke aus seiner Überzeugung.

Für Manfred Schaub stand die Geschlossenheit der politischen Stadtführung im Vordergrund. Geschlossenheit schafft Ruhe und Vertrauen für die Bürger, wenn deren Interesse im Mittelpunkt aller Beteiligten steht. Darauf konnten sich die Bürger verlassen. Dieser Führungsstil, auch oft weit entfernt von Parteivorgaben und Parteiprogrammen, eine Führung die sich über alle Farben stellt und alle Farben in ihrer Meinungsvielfalt respektiert, um der klugen, aus Argumenten überzeugten Gemeinschaftslösung den Vorrang zu geben, stellt die Sache und damit das Interesse des Bürgers in den Vordergrund. Bei ihm bestimmten die Menschen und ihre Argumente und nicht die Parteien. Dieser starke und demokratische Führungsstil ist das große Erbe „Manfred Schaub“.

Der Tod Manfred Schaubs reißt eine Lücke, die angesichts seines Erbes jeden Versuch Einzelner sie „füllen“ zu können, fern der Realität erscheinen lässt. Sein Erbe ist eine Vorgabe, ein Vermächtnis, dass wir nur mit Geschlossenheit unter einer starken Führung durch alle Risiken der Zukunft bewahren und fortsetzen können. Deshalb entscheiden die Bürger in Baunatal nicht für Farben und Parteien, denn nicht Parteien garantieren Führungspersönlichkeit, sondern starke Persönlichkeiten, die von Manfred Schaub gelernt haben, müssen in der Überzeugung „Die Bürger sind Baunatal“ die Verantwortung übernehmen und den Bürgern das Erbe der „Politik der Geschlossenheit“ sicherstellen.

Deshalb kandidiere ich als Bürgermeister.

Meine Kandidatur ist allen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Sicherheitskräften und Bürgerinnen und Bürgern gewidmet, die jeden Tag mit Mut, Mitgefühl und Engagement daran arbeiten, dass Baunatal zukünftig eine noch liebenswertere Stadt wird.

Ich möchte genau deshalb das politische Erbe Manfred Schaubs fortführen, um Baunatal weiterhin zu einem Ort zu machen, den so viele Menschen als ihre Heimat ansehen.
 
Die Verwaltung ist eine wichtige Struktur zur Umsetzung der politischen Ziele. Sie ist in Baunatal gut aufgestellt, aber sie benötigt dringend einen Politiker an ihrer Spitze, der ihre Interessen auch in Wiesbaden, in Berlin und in Wolfsburg nachhaltig zu vertreten weiß. Außerdem benötigt Unsere Stadt auch wieder einen „echten Baunataler“ an ihrer Spitze. Jemanden, der tief in Unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Jemanden, der Unsere Stadt und Ihre Menschen noch persönlich kennt. Jemanden, der die besonderen Strukturen, Vereine, Interessen und Personen, wie Manfred Schaub, von frühester Kindheit an, zu schätzen gelernt hat und schon von daher mit ihnen richtig umzugehen weiß. Jemanden, für den VW, aufgrund seiner persönlichen Lebensgeschichte, weit mehr ist, als ein Gewerbesteuerzahler, ein Unternehmen oder ein Arbeitgeber, sondern das zentrale „Soziale Netzwerk“ Unserer Stadt und der gesamten Region. Viele meiner persönlichen Freunde, Klassenkameraden und Bekannten arbeiten und leben voller Stolz in diesem und für dieses „Soziale Netzwerk“. – Seit fast 40 Jahren kenne und liebe ich die Menschen Unserer wunderbaren Stadt, die „Seele“ Unserer Bürgergemeinschaft und den „Kitt“, der sie zusammenhält.
 
Aus meiner eigenen Familienhistorie habe ich diesbezüglich sehr viel gelernt. Auch weil mein Vater nicht nur das Glück hatte, bei VW seine Ausbildung zu machen, sondern VW ihm schließlich auch die Abendschule für einen höheren Schulabschluss und anschließend sein Studium zum Ingenieur zu finanzieren. Denn ohne diese Grundlagen wäre es ihm persönlich wohl niemals möglich gewesen, schlussendlich sein Studium der Zahnmedizin in Berlin anzutreten.
 
Darüber hinaus weiß ich sehr gut, der Fleiß und die Einsatzbereitschaft aller Kollegen im Volkswagenwerk sichern das heutige Wachstum des VW-Standorts, den Wohlstand in Unserer Stadt und die Zukunft der ganzen Region.
 
Jeder Kollege im Werk steht für den wirtschaftlich-sozialen Pakt mit dem Volkswagen-Konzern, der den Standort, Unsere Betriebe und den Wohlstand sichert.
 
Das Volkswagenwerk ist ein Garant für den immer wachsenden Stand der qualifizierten Ausbildung und sichert hochwertige Arbeitsplätze und Chancen für die Zukunft aller Generationen – und damit für Unsere Kinder.
 
Die Kollegen im VW-Werk sichern das Generationen-Erbe in unserer Region und damit unsere soziale Sicherheit.
 
Die erkämpften Mitbestimmungsrechte im Werk, müssen durch den starken Betriebsrat verantwortungsvoll bei Entscheidungen wahrgenommen werden – die Betriebsräte tragen die hohe Verantwortung für den Fortbestand des „Sozialpakts“ zwischen VW-Werk und Kollegen, damit auch die Interessen Unserer Stadt Baunatal. Das heißt, sie vertreten  auch die Interessen Unserer Bürgergemeinschaft.
 
Der Erhalt und die Durchsetzung von Mitarbeiterrechten, Arbeitsbedingungen, Qualifizierung und Einkommen durch die Betriebsräte im VW-Konzern und im Werk in Baunatal bestimmen den „Pulsschlag“ und die Sozialstruktur in Unserer Stadt und weit über ihre Grenzen hinaus.
 
Guter Kontakt zu den Menschen also, Einfluss in Wiesbaden, Berlin und Wolfsburg ist es, was das Erfolgsmodell Manfred Schaub ausgemacht hat. Dies gilt es zu erhalten und weiterzuführen. — Und genau das ist es, was ich den Bürgerinnen und Bürgern von Baunatal, als Nachfolger im Bürgermeisteramt, anbieten kann.
 
Ich habe unendliche Stunden in persönlichen Gesprächen mit Manfred Schaub verbracht, um die Geschicke Unserer schönen Stadt in die richtigen Bahnen zu lenken. Wir haben dabei viel diskutiert, manchmal auch gestritten, aber immer mit höchstem Respekt und in Anerkennung voreinander. Selbstverständlich haben wir uns, gerade bei den besonders wichtigen Angelegenheiten, hierbei immer auf einen gemeinsamen Weg einigen können. – Parteizugehörigkeit hat dabei nie eine Rolle gespielt.
 
Und genau das ist es auch, was gute Kommunalpolitik ausmacht. Es geht um die beste Lösung für die Menschen vor Ort, nicht um Parteipolitik.Überlegtheit und Pragmatismus sind vor Ort der Schlüssel zum Erfolg.
 
Überregional sieht die Sache da allerdings etwas anders aus. Manfred Schaub war eine absolute Ausnahmeerscheinung, wenn es darum ging, über Parteigrenzen hinaus, erhebliche Finanzmittel von Land und Bund für die wichtigen Investitionen Unserer Stadt erschließen zu können. — Und genau da hilft es mir, Unserer Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern Baunatals, in den Reihen der Union auch auf Landes- und Bundesebene nun wahrlich kein unbeschriebenes Blatt zu sein.
 
Darüber hinaus muss ein guter Bürgermeister, Bürgermeister aller Baunatalerinnen und Baunataler, vollkommen unabhängig von deren parteipolitischer, sportlicher, gesellschaftlicher, religiöser, Herkunft oder sonstigen Zugehörigkeit, sein. – Er hat sein Amt zum Wohle der gesamten Gemeinschaft und damit im steten Interessenausgleich aller Beteiligten auszuführen.
 
Manfred Schaub hat ein wahrhaftig großes Vermächtnis in Baunatal hinterlassen. — Und ich sehe mich, als sein langjähriger Weggefährte und auch als sein politischer „Ziehsohn“ deshalb in der Verantwortung diese großen Fußstapfen auszufüllen. — Nicht zuletzt aufgrund unseres persönlichen Verwandtschaftsgrades und unserer gemeinsamen Leidenschaft für Politik, Unsere Stadt und die Menschen in Baunatal, fühle ich mich Manfred Schaub für alle Zeit tief verbunden, sondern sehe mich persönlich sogar in der Pflicht, sein politisches Erbe der „Politik der Geschlossenheit“ zu wahren.
 
Ich hoffe, Du kannst die guten Argumente für meine Kandidatur nun besser nachvollziehen, wählst lieber einen von Euch und triffst deshalb Deine Entscheidung am 28.10.2018 für mich als neuen Bürgermeister von Baunatal.
 
In diesem Sinne verbleibe ich mit herzlichsten Grüßen
 
Dein Sebastian Stüssel 
Bürgermeisterkandidat