Privatperson

Als Privatperson ist es mir unheimlich wichtig, meine Freizeit mit den angenehmen Dingen des Lebens zu verbringen. – Einen Ausgleich zu finden, der von den teilweise doch nervenaufreibenden Dingen meiner sonstigen Tätigkeiten abzulenken weiß.

Vorlieben

Ich verbringe meine Freizeit insbesondere gern mit meiner Familie, Freunden und unseren Tieren.

Nichts ist für mich entspannender, als mit unserem 1 1/2-jährigen Berner-Sennenhund-Rüden, Leopold, spazieren zu gehen. Die Ruhe und Gelassenheit dieses Hundes ist unbeschreiblich. Leopold ist ein wahrhafter Sonnenschein. Sein Gemüt und ein unfassbarer Charme lassen auch jedermann dahinschmelzen, obwohl uns seine Begleithundprüfung auch reichlich Nerven gekostet hat.

Auch das tägliche Zusammenleben mit all unseren anderen Tieren, halte ich für einen absoluten Gewinn. Jedes hat seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter und stellt deshalb eine Bereicherung für unser Leben dar.

Insbesondere die Sommer- und Winterabende verbringen wir sehr gerne mit unseren Freunden oder der Familie. Ganz nach dem Motto unserer Familien, „an einen runden Tisch geht immer noch einer dran“, stehen bei uns zuhause Gemütlichkeit und Gastfreundlichkeit ganz oben auf der Agenda.

Baunatal meine Heimat – Meine Wurzeln

Ich wurde am 19.06.1979 als Kind der Eheleute, Dr. Kurt Stüssel (Dr. med. dent. Zahnarzt) und Ute Jäger-Stüssel (Bankkauffrau) geboren. Von diesen wurde ich bodenständig und im christlichen Glauben im Stadtteil Großenritte erzogen. So bin ich gut behütet in Großenritte und als ein Kind der Stadt Baunatal aufgewachsen. An meine Zeit im Kindergarten Talrain und in der Langenbergschule erinnere ich mich immer wieder gern zurück. – Genauso wie an die zahlreichen Freunde und Klassenkameraden, die ich in dieser wichtigen Lebensphase kennenlernen durfte. Es war eine unfassbar schöne Zeit. Wir konnten damals noch unbeaufsichtigt und unbefangen spielen, durch Dorf und Stadt ziehen, Menschen kennenlernen und Abendteuer erleben. In der Rückschau sehe ich deshalb den Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft in einfach gelebter Tradition und Kultur als wichtige Grundlage für Vertrauen und Sicherheit – man kennt sich und jeder weiß, wer der Nachbar ist und wie er denkt und lebt.

Die christlichen Kirchen unserer Konfessionen haben uns in allen wichtigen Phasen des Lebens Regeln, Rat und Halt gegeben. Der Geburt, der Glaubenslehre, Konfirmation und Kommunion, Eheschließung, Sterbebegleitung bis zum Abschied und der letzten Ruhe.

Diese Heimat ist meine Identität, die alle Veränderungen bis in die heutige Zeit überdauert hat. Der immer schnellere technologische Fortschritt und die politischen Veränderungen in unserem Land, Europa und der Welt dürfen unsere kulturelle Identität und unsere gewachsene Werte-Gemeinschaft nicht unwiederbringlich zerstören. Unsere Gesellschaftliche Ordnung basiert auf unserer Glaubenskultur als Christen und dem Bekenntnis zur Menschlichkeit im gegenseitigen Respekt. Unsere Gesellschaft baut diese Kultur auf der Familie und dem Leben in der Gemeinde auf, in der wir uns sicher und geborgen fühlen wollen. Dort sind unsere Wurzeln und dort ist unsere Heimat, die wir in einer Zeit des schnellen Wertewandels beschützen müssen. Unsere Kinder sollen uns in Zukunft nicht fragen müssen, warum wir die Grundlagen unserer heimatlichen Kultur nur in Museen ausstellen, anstatt sie zu leben.

Für mich sind Bodenständigkeit, Heimatverbundenheit, Werte-Gemeinschaften, Freundschaft und Vertrauen keine „alten Hüte von gestern“, sondern heute aktueller denn je. Diese Werte stehen gegen Egoismus, Geltungssucht, Geldgier, Rücksichtslosigkeit und Verlust der Zugehörigkeit zu einer funktionierenden, humanistischen Werte-Gemeinschaft. Nur eine insich gefestigte Gemeinschaft kann Hilfe und Schutz für Menschen in Not bieten. Menschen die aus ihrer Heimat durch Krieg und Verfolgung vertrieben wurden und Schutz und Hilfe brauchen. Eine starke Werte-Gemeinschaft kann dieses wertvolle Gastrecht gewähren, solange ihre Werte ehrlich respektiert werden und das Gastrecht nicht mißbraucht wird.

Tugenden

Natürlich würde hier jeder zunächst die typisch preussischen Tugenden für sich in Anspruch nehmen. Und genau deshalb möchte ich das an dieser Stelle eben nicht tun.

Ich habe daher wirklich sehr lange darüber nachgedacht, was ich stattdessen, sozusagen als Quintessenz aller Tugenden, in der heutigen Zeit für wirklich bedeutsam halte. Ich denke der Begriff „Courage“ trifft dies am Besten. Für seine eigenen Überzeugungen, für Freunde, für Familie und andere Menschen wirklich einzustehen, wenn es darauf ankommt, ist heute die wichtigste und vornehmste aller Tugenden.

– Und leider ist diese, nach meinem persönlichen Empfinden, immer seltener anzutreffen. Viel zu viele Menschen „ducken sich weg“, wenn es heute darum geht, für etwas oder jemanden einzustehen. Sie haben Angst, ins „Kreuzfeuer“ zu geraten und damit selbst zum Ziel zu werden, wenn sie eindeutig „Stellung für etwas beziehen“. Man versteckt sich also viel lieber in der Menge, als selbstbewusst aus der Masse herauszustehen.

Unser gesellschaftlicher Zusammenhalt ist allerdings dringender den je auf die „Courage“ vieler, einzelner Menschen angewiesen, um ihren inneren Kompass für richtig oder falsch nicht aus dem Auge zu verlieren. Und ganz persönlich umgebe ich mich auch in meinem Privatleben viel lieber mit Menschen, von denen ich weiß, was ich von ihnen zu halten habe. Und genau das wiederum zeichnet letztendlich „echte Freunde“ aus. 

Hobbies

Die Zauberkunst

Ja, richtig gehört. Allerdings nicht wie „Gandalph der Weise“ oder „Harry Potter“, sondern in Form Karten-, Münz-, Schwebe- und Verschwindetricks. Effekte, die in mir das Kind im Manne zum Vorschein kommen lassen. Seit frühester Kindheit konnte mich bereits mein Opa Fritz damit begeistern. Das Rätsel zu lösen, die Technik zu lernen und schließlich Menschen damit erfreuen, begeistern und unterhalten zu können, war für mich schon immer faszinierend.

Auf dem Weg zum Erwachsenwerden geriet dies leider zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit. Bis zu dem Tage, an dem ich mit einem wirklich sehr herzlichen und unterhaltsamen Bekannten zusammenarbeiten durfte. Viele von Euch werden ihn kennen…

…Na? – Michael ist sein Name. Richtig, der Chef vom Jugendzentrum „Second Home“ der Stadt Baunatal. Künstlername „Magic Michael“. Was hatten wir einen Spaß zusammen. Gerne erinnere ich mich an die Zeit. Und zurück war schlagartig mein Ehrgeiz, zaubern zu lernen. Diesmal jedoch gepaart auch mit der notwendigen Geduld, die Tricks auch wirklich beherrschen zu können. Und es benötigt unendlich viel Geduld und unzählige Stunden der Übung, um einen wirklich guten Trick reibungslos vorführen zu können. 

– Übrigens Danke, lieber Michael, Dein Abschiedsgeschenk an mich, nach einem Jahr der Zusammenarbeit im Jugendzentrum, steht bei mir immer noch im Bücherschrank an vorderster Stelle. „Handbuch der Magie“ von Jochen Zmeck. – Leider sehen Wir Uns heute viel zu selten, lieber Freund, aber ich würde mit Dir so gern mal in einem „Battle“ oder einfach gemeinsam vor Publikum auftreten. Allerdings erstreckt sich mein Repertoire eher auf den Close-Up, als den Bühnenbereich. Spannend wäre es trotzdem 😉

Kochen und Grillen

Ich grille leidenschaftlich gern. Ein gutes Stück Fleisch, ein kühles Bier und gute Gesellschaft, mehr brauche ich nicht, um mich wirklich wohl zu fühlen.

Gleiches gilt für mein Familienrezept echter „Nordhessischer Klöße“ der Familie Stüssel. Im Prinzip ein absolut traditionelles und einfaches Gericht. Aber ein unfassbares Geschmackserlebnis, das man so in keinem Sternerestaurant zu essen bekommt. — Ein Kloß, faustdick und gefüllt mit „Ahler Worscht“, dazu ausgelassener Speck mit Zwiebeln bzw. „Duckefett“. — Unsere Groß- und Urgroßmütter wussten halt noch, wie es geht, richtig gut zu kochen.

Gutes Essen benötigt einfach Zeit, gute Produkte und Leidenschaft.

Gartenarbeit & Baumklettern

Wer einen großen Garten mit großen Bäumen hat, wird früher oder später nicht um die Gartenarbeit herumkommen. Gerade große Bäume sind sehr schwer zu pflegen. Baumklettern mittels SRT ist daher etwas, das ich „aus der Not heraus“ gelernt habe.

Aber auch Gartenarbeit hat durchaus etwas mit Entspannung zu tun. – Hinzu kommt der Stolz, den man empfindet, wenn man das Ergebnis seiner Arbeit unmittelbar optisch feststellen kann.

Übrigens verfolge ich dabei das Modell der biologischen jahreszeitlichen Vielfalt ausschließlich mit hier in der Region wachsenden Gehölzen und Planzen. Daraus entwickelt sich das Wohlfühl-Angebot für Insekten, Vögel und andere tierische Bewohner. Mein Motto: Was wir der Natur durch Bebauung nehmen, sollten wir ihr an anderer Stelle optimal erhalten!

Kampfkünste

Seit meiner Kindheit betreibe ich die unterschiedlichsten Kampfsportarten. Angefangen von Yoseikan Budo, Ju-Jutsu, über Kendo, Wing Chun, Krav Maga und schlussendlich bis Kyusho Jitsu.

Das Erlernen dieser Kampfkünste unterliegt einem ständigen Prozess. Körperlich, geistig und philosophisch eine Herausforderung, die ich sehr gerne mag. Nach einer sehr intensiven Ausbildung in meiner Jugend, im Verein und durch Ausbilder der Polizei, des SEK und verschiedener Einsatzkräfte, fehlt mir heute leider häufig die Zeit, diese regelmäßiger zu Praktizieren.

Allerdings erschöpft sich dieses Hobby ausdrücklich nicht nur im rein körperlichen Bereich, sondern bietet vielmehr auch Zugang zu unterschiedlichen Entspannungstechniken, Wissen über physiologische und psychologische Aspekte und nicht zuletzt zum Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin. – Insgesamt also ein sehr weites Feld mit ebenso tiefem Erkenntnisgegenstand.

Motorradfahren

Für mich ein unvergleichlicher Genuss aus Kraft, Geschwindigkeit und Freiheitsgefühl. Als Kind mit Motorcross-Maschine, als Jugendlicher mit Mofa und 80er und schließlich seit meinem 18 Lebensjahr mit Führerschein der Klasse 1. Zugegeben ein gefährliches Hobby, allerdings mit lehreichen Lektionen zum Thema „Vorausschauendes Fahren“ und Risikobewusstsein.

Darüber hinaus mag ich seit jeher den Duft von Öl und Benzin in Verbindung mit einer alten Lederjacke. – Definitiv Geschmacksache und etwas, das man von frühester Kindheit an schon mögen muss.

Skifahren

Winterurlaub in den Alpen, ein Gedanke, der mir sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und was gibt es da Besseres, als Skifahren, als Alpin selbstverständlich. Also keine quälende Selbstgeißelei, sondern mit lockerem Schwung ins Ziel. Den Kopf frei bekommen, die Ski einfach laufen lassen, die Buckel in der Piste so zu nehmen wie sie sind und nicht gegen sie zu arbeiten.

Nachher auf einer Hütte einkehren. Eine heiße Leberknödelsuppe essen und los geht´s mit der Hüttengaudi.

Und last, but not least, Musik (Hören)

Was soll ich da sagen, ich liebe Musik. Ob Jazz, Pop, Rock, Schlager oder Klassik, ich mag alles, was mir einfach gefällt. Warum sagte ich hören? – Sehr einfach. Das musikalische Talent in der Familie hat einzig und allein mein jüngerer Bruder, Paul, abbekommen. Dafür gleich doppelt oder dreifach. Er ist ein wahnsinnig begabter Musiker und mittlerweile ein unfassbar guter Schlagzeuger. – Eine weitere Tatsache, die ich übrigens mit Manfred Schaub gemeinsam habe. – Unsere Brüder sind Schlagzeuger und gute Musiker, wir beide lediglich gute Musikhörer.

Also aktiv Musik selbst zu erzeugen liegt mir einfach nicht im Blut. Trotz Flöte- , Klavier- oder Schlagzeugunterrichts – ja, im Kindergarten war selbst Flötengequietsche mit dabei – kann man meine diesbezügliche Schaffensphase nur als Reinfall bezeichnen. Ich bewundere ausdrücklich alle, die es schaffen, Musik aktiv zu einem wundervollen Erlebnis für sich und andere zu machen. Mir selbst gelingt das nicht und ich habe mich von daher entschlossen, mir und meiner Umwelt solche Versuche zu ersparen. – Also wenn man etwas nicht kann, sich das auch eingestehen, einfach mal Klappe halten und genießen, was andere viel besser können!